Friedrich Zirm
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Friedrich Zirm: Der Zungenmaler

war einer der zwei Hauptinitiatoren bei der Gründung des Verbandes.

Denn schon lange hatte Friedrich wegen seiner ganz persönlichen Geschichte dem "Pflegesystem" den Kampf angesagt!

Auf Grund eines Sauerstoffmangels während der Geburt wurde sein Bewegungszentrum im Gehirn geschädigt, wodurch er weder Hände noch Füße koordinieren konnte und aufgrund seiner spastischen Lähmung auf einen Rollstuhl und 24h-Assistenz angewiesen war.

Friedrich malte deshalb mit dem Stift im Mund, seine Zunge spielte dabei eine wichtige Rolle.

Er beendete 1998 sein Studium an der Kunstakademie Stuttgart  und arbeitete bis zu seinem Tode in Stuttgart als freischaffender Künstler.

Friedrich war ein bildender Künstler, dessen Kunst auf Zungenfertigkeit basierte - eine Eigenschaft, die man sonst eher bei einem Lyriker erwartet.

Seine Kunstwerke beziehen ihre besondere Poesie aus diesem einzigartigen Spannungsfeld zwischen selbstbestimmter Kreativität und fremdbestimmter Steuerung durch Umstände von außen.

"Mensch, Kunst und Kunstwerk liegen bei mir enger zusammen als bei den meisten Menschen, welche die Kunst in den Vordergrund ihres Daseins wählten. Bei mir als physio-motorisch annähernd maximal eingeschränktem Menschen verschmelzen Person, Umsetzung und Ausdruck zum Produkt des Schaffens, zum Kunstwerk."

Friedrich verstarb am 02. Februar 2020 in seiner Stuttgarter Wohnung.

Hier geht es zu seiner Kunst

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